Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung

Ist eine Private Krankenversicherung empfehlenswert als Alternative zur Gesetzlichen Krankenkasse?

Eine Private Krankenversicherung haben gegenwärtig gut acht Millionen Bürger und damit rund zehn Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung. Angesichts steigender Beiträge für die Gesetzlichen Krankenkassen und vermehrten Einschnitten in deren Leistungen überlegen sich viele Menschen den Übertritt in eine Private Krankenversicherung. Und diese Überlegung ist durchaus berechtigt, nicht zuletzt wenn man an eigene Arztbesuche denkt, bei denen man als sogenannter Kassenpatient lange Zeit im überfüllten Wartezimmer verbracht hat.

Hinzu kommen auch die Sparmaßnahmen der Gesetzlichen Krankenkassen, die mehr und mehr ärztliche, diagnostische und therapeutische Leistungen aus ihren Katalogen streichen. Will man derartige Leistungen doch in Anspruch nehmen, müssen diese trotz jahrelanger Beitragszahlungen privat beglichen werden. Das gleiche gilt für Arzneimittel, von denen mehr und mehr ebenfalls privat bezahlt werden müssen, obwohl man über Jahre Krankenkassenbeiträge entrichtet hat.

Was sollte man vor einem Wechsel in eine Private Krankenversicherung (PKV) beachten?

Eine Entscheidung für eine Private Krankenversicherung, abgekürzt als PKV bezeichnet, bedarf trotz der möglicherweise bestehenden Enttäuschung über die Leistungseinschnitte der gesetzlichen Kassen einer reiflichen Überlegung. Schließlich ist die Mitgliedschaft in einer Privatkasse in den meisten Fällen nicht auf einfache Art rückgängig zu machen und die Gesetzlichen Krankenkassen wehren sich seit Jahren, ehemalige Mitglieder von privaten Kassen bei sich aufzunehmen. Und dies nicht ohne Erfolg.

Zu einer Reihe von Themen sollte man sich kundig machen, wenn man den Wechsel in eine Private Krankenkasse ernsthaft erwägt. Hierzu gehört unter anderem die Frage, welche Leistungen benötigt und beansprucht werden sollen. Auch sollte man sich damit beschäftigen, welche Beiträge nicht nur in der Zeit nach dem Abschluß, sondern langfristig entrichtet werden müssen. Und in welchem Verhältnis diese Kosten zum Nutzen, sprich zu den von der Privaten Kasse erbrachten Leistungen stehen.

Modalitäten des Wechsels in eine Private Krankenversicherung

Desweiteren sollte man sich mit den Modalitäten eines Wechsels zu einer Privaten Krankenversicherung beschäftigen. Mit anderen Worten: Welche Kündigungsfristen sind zu beachten? Denn eine versicherungslose Zeit ist im Anbetracht der Wichtigkeit einer Krankenversicherung unbedingt zu vermeiden. Zu dieser Thematik gehört auch alles, was mit dem Wechsel von einer Privaten Krankenversicherung in eine andere zu tun hat.

Prinzipiell ist es angeraten, sich mit dem gesamten Markt zu beschäftigen und alle Anbieter hinsichtlich Beitragshöhe und Leistungsspektrum anzusehen. Ein Beitragsvergleich, sprich ein Kostenvergleich, sowie ein Vergleich hinsichtlich der von den Versicherungen erbrachten Leistungen solltemit großer Sorgfalt vorgenommen werden. Insbesondere da zahlreiche Fakten dabei in Betracht gezogen werden müssen, wie etwa die Anzahl der mit zu versicherenden Familienmitglieder und insbesondere von Kindern.

Auch sollte man an formale Hürden denken, die den Wechsel in eine Private Krankenversicherung betreffen. Hierzu gehört in erster Linie der berufliche Status sowie das Jahreseinkommen, wo Mindestgrenze und Beitragsbemessungsgrenze zu beachten sind. Daneben ist es auch ratsam zu überlegen, ob der Abschluß einer Privaten Zusatzversicherung bei gleichzeitigem Verbleib in der Gesetzlichen Krankenkasse eine Alternative zum Übertritt in eine Private Krankenversicherung darstellt. Und auch der Privaten Pflegeversicherung sollte Beachtung geschenkt werden.

Falls Sie ein vergleichendes und anbieterneutrales Angebot zu privaten Krankenversicherungen haben wollen, füllen Sie bitte das nachfolgende Formular aus. Ihre Angaben werden vertraulich behandelt. Das Angebot ist selbstverständlich konstenlos und unverbindlich.

Die wichtigsten Anbieter einer Privaten Krankenversicherung

Wichtigster Anbieter einer Privaten Krankenversicherung in Deutschland ist die 1905 gegründete Debeka mit Sitz in Koblenz. Ausgeschrieben bedeutete die Abkürzung Debeka „Deutsche Beamten-Krankenversicherung“. Von den 8,5 Millionen Menschen, die im Jahr 2007 eine private Kranken-Vollversicherungspolice hatten, waren gut 2,1 Millionen bei der Debeka versichert, die mit großem Abstand größter Anbieter in diesem Marktsegment in Deutschland ist. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang, daß die Debeka gleichzeitig der größte private Pflegeversicherer ist.

Mit erheblichen Abstand zur Debeka folgt auf Platz Zwei der größten Anbieter einer Privaten Krankenversicherung die Deutsche Krankenversicherung AG mit rund 900.000 Mitgliedern. Diese Versicherungsgesellschaft ging im Juni 2004 hervor aus dem Verkauf der Zürich Krankenversicherung AG Deutschland, der sogenannten Zürich Krankenversicherung, und eines Anteils von 45 Prozent an Deutscher Herold AG, die eine Tochtergesellschaft der Zürich Krankenversicherung war. Mit dem Verkauf des Krankenversicherungsgeschäfts der Zürich Versicherung an die Deutsche Krankenversicherung AG (DKV) wurde diese zum zweitgrößten Anbieter Privater Krankenversicherungen in Deutschland.

An dritter Stelle steht auf dem Deutschen Markt die Allianz, die knapp 850.000 Private Krankenversicherte hat. Ursprünglich handelte es sich um die Vereinte Krankenversicherung AG, die seit dem 1. Januar 2003 als Allianz Private Krankenversicherungs-AG firmiert. Vorausgegangen war diese Umfirmierung die komplette Integration der Vereinten Krankenversicherung in den Allianz-Konzern.

Platz Vier nimmt die Signal-Iduna ein, die rund 550.000 Mitglieder im Bereich der Privaten Krankenversicherung hat. Die Signa-Iduna Versicherungsgruppe ist Ergebnis der Fusion der in Dortmund beheimateten Signal-Versicherung und der Iduna-Nova, die in Hamburg ihren Sitz hatte. Im Juli 1999 schlossen sich diese beiden Versicherungsgesellschaften zusammen, die sich neben Privathaushalten auf die Absicherung der Risiken mittelständischer Unternehmen konzentriert.

Mit rund 470.000 Privaten Krankenversicherungs-Vollpolicen steht die DBV-Winterthur Versicherungen auf Platz Fünf in Deutschland. Diese gehört zur AXA Konzern AG, einer der weltweit größten Versicherungsgesellschaften. Bei der Fusion von DBV-Winterthur und AXA wurden auch deren beiden Krankenversicherer verschmolzen, die vorher als DBV Winterthur Krankenversicherung und AXA Krankenversicherung AG firmiert hatten. Zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang die neugegründete DBV Deutsche Beamtenkrankenversicherung, mit der sich die AXA Konzern AG speziell an Beamte und Angehörige des öffentlichen Dienstes, sei es Bund, Länder oder Kommunen wendet.

Auf Platz Sechs folgt Central Krankenversicherung AG mit rund 460.000 Privaten Krankenversicherungsverträgen. Dieses Unternehmen besteht seit 1913 und hat seinen Sitz in Köln, wo traditionell viele der deutschen Versicherungen gegründet wurden beziehungsweise nach wie vor ihren Geschäftssitz haben. Die Central ist in Deutschland die erste Private Krankenversicherung, die in Form einer Aktiengesellschaft gegründet wurde.

An siebter Stelle der größten Anbieter Privater Krankenversicherung steht in der Bundesrepublik die Bayerische Beamtenkrankenkasse, die rund 415.000 derartige Versicherungspolicen hat und Teil der Versicherungskammer Bayern ist. Dieses Unternehmen kann auf eine 125jährige Geschichte zurückblicken und wurde 1875 als Bayerische Königliche-Brandversicherungs-Kammer aufgrund eines von König Ludwig II. erlassenen Gesetzes gegründet.

Auf Platz Acht steht die Continentale Krankenversicherung mit rund 390.000 Privatversicherten. Bei diesem Unternehmen handelt es sich um einen Zusammenschluß von sieben Versicherungsfirmen, von denen die älteste, die Continentale Lebensversicherung a. G. eine bis ins Jahr 1892 zurückreichende Geschichte hat. Insgesamt sind bei der Continentale momentan knapp fünf Millionen Menschen versichert, wobei sich das Unternehmen in erster Linie auf Privatkunden sowie kleine und mittelgroße Firmen konzentriert.

Gefolgt wird die Continentale von der HUK-Coburg, einem Zusammenschluß von fünf Schaden- und Unfallversicherern. Rund 360.000 Menschen haben bei dieser Gesellschaft eine Private Krankenversicherung. Zur Versicherungsgruppe HUK-Coburg gehören zwei Lebensversicherungsgesellschaften, zwei Krankenversicherungsgesellschaften und eine Bausparkasse. Gegründet wurde das Unternehmen im September 1993 als Haftpflicht-Unterstützungs-Kasse kraftfahrender Beamter Deutschlands e. V. Im Bereich der Krankenversicherung ist die HUK-Coburg seit 1987 tätig.

Der zehntgrößte Anbieter Privater Krankenversicherungen in Deutschland ist die Barmenia Versicherungen AG, die 1904 als Gewerbekrankenkasse zu Leipzig gegründet wurde und gegenwärtig gut 340.000 private Krankenversicherungs-Vollpolicen hat. Das Unternehmen besteht aus drei verschiedenen Bereichen, nämlich der Barmenia Krankenversicherung a.G., der Barmenia Lebensversicherung a.G. und der Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG.

Die unterschiedlichen Typen einer Privaten Krankenversicherungen: Vollversicherung, Teilversicherung und Zusatzversicherung

Prinzipiell lassen sich drei unterschiedliche Typen von Privaten Krankenversicherungen unterscheiden. An erster Stelle steht die sogenannte Vollversicherung, bei der alle Krankheitskosten durch die Versicherung übernommen werden. Von dieser gibt es wiederum verschiedene Arten, die sich in der Abdeckung der übernommenen Leistungen unterscheiden und in der untersten Stufe die Kosten für eine ambulante beziehungsweise stationäre Behandlung übernehmen. In der maximalen Stufe werden sämtliche Kosten von der Krankenversicherung übernommen.

Eine weitere Art einer Privaten Krankenversicherung ist die sogenannte Teilversicherung. Bei dieser wird ein Teil der anfallenden Kosten für ambulante oder stationäre Behandlungen von der Krankenkasse übernommen. Besonders typisch für eine derartige Teilversicherung ist die Kostenübernahme bei Beamten, die durch den Arbeitgeber, sprich Bund, Land oder Kommune erfolgt.

Ein anderer Typ einer Privaten Krankenversicherung ist die sogenannte Zusatzversicherung. Mit dieser ist es Mitglieder einer Gesetzlichen Krankenkasse möglich, spezielle Bereiche wie etwa eine ärztliche Behandlung im Ausland privat in Form einer Auslandskrankenversicherung abzusichern. Vergleichbare Versicherungen gibt es für zahnärztliche Behandlungen, die bekanntermaßen oft sehr teuer werden können. Auch zusätzliche Leistungen im Falle eines Krankenhausaufenthalts wie etwa Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweitbettimmer sowie Krankenhaustagegeld können über eine Private Zusatzversicherung abgesichert werden.

Die Private Krankenversicherung und ihre Leistungen

Die Private Krankenversicherung und ihre Leistungen variieren beträchtlich, was angesichts der Vielzahl verschiedener Policen und Tarife sowie Versicherungsgesellschaften und Anbieter auch nicht verwundert. Deshalb ist es sehr wichtig, sich vor Eintritt in eine Private Krankenversicherung mit dem Leistungsspektrum möglichst vieler Anbieter zu beschäftigen und deren Angebote zu vergleichen. Insbesondere sollte dabei dem Verhältnis zwischen Beiträgen, sprich Kosten, und den erbrachten Leistungen besonderes Augenmerk geschenkt werden.

Prinzipiell beziehen sich die erbrachten Leistungen einer Privaten Krankenversicherung, mit anderen Worten, die Erstattung der angefallenen Kosten für diagnostische, therapeutische und rehabilitative Maßnahmen sowie die Kosten für Medikamente, Hilfsmittel und ähnliches. Nicht nur das Ausmaß der vorgenommenen medizinischen Maßnahmen spielt dabei eine Rolle, sondern auch deren Erbringung.

So gibt es Versicherungspolicen, die dem Versicherten eine Behandlung durch den Chefarzt sicherstellen. Auch die Art der Unterbringung bei einer stationären Krankenhausbehandlung, beispielsweise in Form eines Zweibett-Zimmers oder eines Einbett-Zimmers fällt hierunter. Viele Policen geben dem Versicherten zudem das Recht, die Klinik, in der er sich einer Untersuchung oder Behandlung unterziehen will, völlig frei zu wählen.

Wesentliche Unterschiede bestehen in der Leistungserbringung, sprich der Kostenübernahme, im Bereich zahnärztlicher Behandlungen. Hierzu gehört nicht nur die Art der vorgenommenen Untersuchungen und zahnärztlicher Eingriffe, sondern auch die Qualität von Zahnersatz wie Füllungen, Kronen und ähnlichem. Auch bezüglich kieferorthopädischer Maßnahmen, wie sie insbesondere bei vielen Kindern notwendig sind, gibt es beträchtliche Unterschiede zwischen den Angeboten privater Versicherer.

In ähnlicher Weise unterscheidet sich die Kostenübernahme der Versicherungsgesellschaften im Bereich der Augen. Bei manchen Policen hat der Versicherte eine relativ große Auswahl zwischen den angebotenen Kontaktlinsen, Brillen oder auch augenärztlicher Eingriffe, bei anderen Policen ist diese Auswahl dagegen etwas eingeschränkt. Naturgemäß spiegelt sich dies in der Höhe der Versicherungsbeiträge wider, wenngleich auch hier ein Vergleich möglichst vieler Angebote Sinn macht.

Im Bereich der Behandlung durch Heilpraktiker und Naturheilkundler beziehungsweise der Anwendung naturheilkundlicher und sogenannter alternativer Heilmethoden wie etwa der klassischen chinesischen Medizin gibt es beträchtliche Unterschiede im Leistungsspektrum der Privaten Krankenversicherungen. Angesichts des Behandlungserfolgs vieler Naturheilkundler und Heilpraktiker sollte der Übernahme der Kosten für derartige Maßnahmen aber durchaus Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Gleiches gilt für krankentherapeutische Maßnahmen wie Physiotherapie und Massagen, wie sie besonders für ältere Menschen wichtig sind. Auch hier sollte vor der Entscheidung für das Angebot einer bestimmten Privaten Krankenversicherung ein intensiver Vergleich des Leistungsspektrums und der damit verbundenen Beitragshöhe unternommen werden. Insbesondere wenn man daran denkt, welche Kürzungen die Gesetzlichen Krankenkassen bei diesen Heilmaßnahmen vorgenommen haben.

Was sollte man vor einem Wechsel in eine Private Krankenversicherung (PKV) beachten?

Eine Entscheidung für eine Private Krankenversicherung, abgekürzt als PKV bezeichnet, bedarf trotz der möglicherweise bestehenden Enttäuschung über die Leistungseinschnitte der gesetzlichen Kassen einer reiflichen Überlegung. Schließlich ist die Mitgliedschaft in einer Privatkasse in den meisten Fällen nicht auf einfache Art rückgängig zu machen und die Gesetzlichen Krankenkassen wehren sich seit Jahren, ehemalige Mitglieder von privaten Kassen bei sich aufzunehmen. Und dies nicht ohne Erfolg.

Zu einer Reihe von Themen sollte man sich kundig machen, wenn man den Wechsel in eine Private Krankenkasse ernsthaft erwägt. Hierzu gehört unter anderem die Frage, welche Leistungen benötigt und beansprucht werden sollen. Auch sollte man sich damit beschäftigen, welche Beiträge nicht nur in der Zeit nach dem Abschluß, sondern langfristig entrichtet werden müssen. Und in welchem Verhältnis diese Kosten zum Nutzen, sprich zu den von der Privaten Kasse erbrachten Leistungen stehen.

Modalitäten des Wechsels in eine Private Krankenversicherung

Desweiteren sollte man sich mit den Modalitäten eines Wechsels zu einer Privaten Krankenversicherung beschäftigen. Mit anderen Worten: Welche Kündigungsfristen sind zu beachten? Denn eine versicherungslose Zeit ist im Anbetracht der Wichtigkeit einer Krankenversicherung unbedingt zu vermeiden. Zu dieser Thematik gehört auch alles, was mit dem Wechsel von einer Privaten Krankenversicherung in eine andere zu tun hat.

Prinzipiell ist es angeraten, sich mit dem gesamten Markt zu beschäftigen und alle Anbieter hinsichtlich Beitragshöhe und Leistungsspektrum anzusehen. Ein Beitragsvergleich, sprich ein Kostenvergleich, sowie ein Vergleich hinsichtlich der von den Versicherungen erbrachten Leistungen solltemit großer Sorgfalt vorgenommen werden. Insbesondere da zahlreiche Fakten dabei in Betracht gezogen werden müssen, wie etwa die Anzahl der mitzuversicherenden Familienmitglieder und insbesondere von Kindern.

Auch sollte man an formale Hürden denken, die den Wechsel in eine Private Krankenversicherung betreffen. Hierzu gehört in erster Linie der berufliche Status sowie das Jahreseinkommen, wo Mindestgrenze und Beitragsbemessungsgrenze zu beachten sind. Daneben ist es auch ratsam zu überlegen, ob der Abschluß einer Privaten Zusatzversicherung bei gleichzeitigem Verbleib in der Gesetzlichen Krankenkasse eine Alternative zum Übertritt in eine Private Krankenversicherung darstellt. Und auch der Privaten Pflegeversicherung sollte Beachtung geschenkt werden.

Falls Sie ein vergleichendes und anbieterneutrales Angebot zu privaten Krankenversicherungen haben wollen, füllen Sie bitte das nachfolgende Formular aus. Ihre Angaben werden vertraulich behandelt. Das Angebot ist selbstverständlich konstenlos und unverbindlich.

Die Privaten Krankenversicherungen – Beiträge, Beitragsentwicklung und Beitragsvergleich

Die Privaten Krankenversicherungen setzen die Höhe der zu entrichteten Beiträge nicht in Relation zum Einkommen fest. Hiermit unterscheiden sie sich grundsätzlich von den Gesetzlichen Krankenkassen, bei denen sich die Beitragshöhe nach dem Einkommen richtet. Die Beitragsentwicklung unterliegt dabei im Laufe der Versicherungszugehörigkeit wiederholten Veränderungen, die im Vertrag festgelegt werden.

Betrachtet man den nach Eintritt in eine Private Krankenversicherung zu entrichteten Beitrag und dessen Höhe, läßt sich feststellen, daß dieser von einer Reihe unterschiedlicher Kritierien abhängig sind. Diese ändern sich kontinuierlich und sind in ihrer Gewichtung Ergebnis komplexer versicherungsmathematischer Berechnungen, mit denen die Unternehmen die Relation zwischen Beitragshöhen und Ausgaben zu optimieren versuchen.

Ein wesentlicher Faktor, der die Höhe des zu entrichtenden Versicherungsbeitrags bestimmt, ist das Lebensalter, mit dem man die private Versicherungspolice abschließt. Dies ist naheliegend, steigen mit zunehmendem Lebensalter doch tendenziell die Kosten für medizinische Behandlung aufgrund des altersbedingten Anstiegs der Erkrankungen an. Je jünger man beim Eintritt in einen Private Krankenversicherung ist, umso niedriger ist deshalb der zu entrichtende Beitrag.

Eng damit verbunden ist die Frage des gesundheitlichen Zustandes des Versicherungsaspiranten, da aus ihr ebenfalls die Höhe der von der Versicherung zu erbringenden Leistungen im Krankheitsfall resultiert. Vor Aufnahme in eine Private Krankenversicherung wird der Antragsteller deshalb auf seinen Gesundheitszustand hin untersucht. Von besonderer Wichtigkeit sind dabei bestehende Vorbelastungen und Vorerkrankungen, die kostensteigernde Auswirkungen haben können und damit auch die Höhe der Beiträge beeinflussen.

Besteht eine gesundheitliche Vorbelastung oder hat die Versicherungsgesellschaft andere Gründe um mit einem in Relation zu allen Versicherten überproportionalen Kostenrisiko auszugehen, kann dies verschiedene Auswirkungen auf die Höhe der Beiträge beziehungsweise die Art und Weise der Erstattung medizinischer Maßnahmen haben. Dies können Risikozuschläge auf den Versicherungsbeitrag sein, normalerwise in Form von prozentualen Aufschlägen, die auf den Beitrag zu leisten sind.

Eine Alternative hierzu sind im Voraus festgelegte Begrenzungen in der Kostenübernahme für erbrachte medizinische Leistungen sein. Damit können bestimmte aufwendige und damit kostenintensive Maßnahmen von einer vollen Kostenerstattung ausgenommen werden. Der Versicherte weiß damit von Anfang an, daß er bei bestimmten Behandlungsmaßnahmen wie beispielsweise bei zahnmedizinischen Behandlungen, eine eigene Zuzahlung leisten muß.

Bei gravierenderen gesundheitlichen Problemen beziehungsweise bei therapeutischen Maßnahmen mit einer besonderen Kostenbelastung kann es auch möglich sein, daß die Versicherung in der Police die Erbringung von Leistungen für diesen Bereich vollständig ausnimmt. Der Versicherte muß damit alle hierzu gehörenden medizinischen Maßnahmen vollständig selbst übernehmen und privat bezahlen.

Auch der ausgeübte Beruf kann einen Einfluß auf die Beitragshöhe haben. So müssen Menschen, die einer gefährlichen Tätigkeit nachgehen, mit einem Risikoaufschlag rechnen, da die mit bestimmten Berufen verbundenen Gefahren für Leib und Leben von der Versicherung berücksichtigt werden. In diesem Zusammenhang ist noch darauf hinzuweisen, daß viele Beschäftigte im Öffentlichen Dienst mit vergünstigten Tarifen bei einer Privaten Krankenversicherung rechnen können, da der Dienstherr, sprich Bund, Land oder Kommune, Zuschüsse für medizinische Behandlungen bezahlen, die als Beihilfen bezeichnet werden.

Bei der Wahl der Police und der darin enthaltenen Leistungen ist der Versicherungskunde weitgehend frei und das gewählte Leistungsspektrums hat naturgemäß Einfluß auf die Höhe der Versicherungsbeiträge. Je weitergehend die Leistungen sind, die ein Versicherter im Leistungsfall in Anspruch zu nehmen gedenkt, umso höher sind auch die hierfür im Voraus zu entrichteten Beiträge. Wenn ein Versicherter beispielsweise Wert darauf legt, grundsätzlich vom Chefarzt behandelt zu werden, so schlägt sich dies in einem höheren Beitrag nieder als ein anderer Versicherter, der sich hierfür nicht entscheidet.

Im Laufe der Versicherungszugehörigkeit kann sich die Höhe der Beiträge verändern und in der Regel kommt es zu Beitragssteigerungen. Ein ausschlaggebender Faktor hierfür ist die allgemeine Steigerung der Kosten für medizinische Leistungen, die neben der allgemeinen Preissteigerungsrate wesentliches Ergebnis der in der Medizin erzielten Fortschritte in Diagnose und Therapie sind.

Erhöhte Belastungen und eine Beitragshöhe können sich auch ergeben, wenn sich der ursprünglich kalkulierte Beitrag vor dem Hintergrund der tatsächlichen Entwicklung als zu niedrig erweist. Die Grundlage der Kalkulation ist eine mathematisch überaus komplexe Berechnung, die mit Hilfe allgemeiner empirischer Kennziffern und der in den vorstehenden Absätzen genannten Faktoren für jeden Versicherungsnehmer aufgrund dessen individueller Situation einen Beitrag errechnet.

Stellt sich dieser so errechnete Wert als unzutreffend heraus oder kommen andere ungünstige Faktoren, wie etwa eine geringer als erwartete Rentabilität der aus den gezahlten Beitragen geschaffenen Rücklagen der Versicherungsgesellschaften hinzu, ist eine Erhöhung der Versicherungsbeiträge der einzige Weg, um eine Finanzierung der medizinischen Leistungen sicherzustellen.

Wie die Entwicklung der letzten drei Jahrzehnte zeigt, sind die Beiträge von Privaten Krankenversicherungen erheblich stärker als die Gesetzlicher Krankenkassen gestiegen. Dies mag für manchen Privatversicherten trotz der höheren Leistungen ein Wermutstropfen sein. Die künftige Entwicklung kann naturgemäß niemand vorhersagen, geht man aber von der Vergangenheit aus, so kann man die Prognose wagen, daß auch in Zukunft die Beiträge die privaten Krankenversicherungsbeiträge stärker als die Beiträge Gesetzlicher Krankenkassen ansteigen werden.

An dieser Stelle sei aber auch auf einen anderen Aspekt hingewiesen: Private Krankenversicherungen erstatten Beiträge auch teilweise wieder zurück. Voraussetzung hierfür, daß der Versicherungsnehmer in einem bestimmten Zeitraum keine Versicherungsleistungen in Anspruch genommen und damit auch keine Kosten verursacht hat. Für Menschen mit einem gesunden Lebenswandel, die nur sehr selten einen Arzt aufsuchen (müssen), ist dies ein großes Plus und ein gutes Argument für den Wechsel zu einem privaten Anbieter.

Die Private Krankenversicherung – Aufnahmevoraussetzungen für eine Mitgliedschaft

Die Voraussetzung, um Mitglied in einer Privaten Krankenversicherung zu werden, liegt bei abhängig Beschäftigten zunächst in der Höhe des jährlichen Einkommens. So lag der Wert des Jahresbruttogehalts, ab dem der Beitritt in eine Private Krankenversicherung im Jahr 2008 möglich war, bei 48.150 Euro. Mit anderen Worten: Nur derjenige kann sich für die Aufnahme in einer Privaten Krankenversicherung bewerben, der nicht der gesetzlichen Versicherungspflicht unterliegt.

Da Selbständige nicht der Versicherungspflicht in der Gesetzlichen Krankenkasse unterliegen, können diese unabhängig von der Höhe ihres Einkommens in eine Private Krankenversicherung wechseln. Gleichzeitig können sich aber auch als freiwilliges Mitglied in eine Gesetzliche Krankenkasse gehen oder darin weiter Mitglied bleiben. Weitere Personengruppen, die nicht verpflichtet sind, Mitglied in einer Gesetzlichen Krankenversicherung zu sein, sind Beamte sowie Freiberufler.

Ein Sonderfall sind Studenten. Diese unterliegen zwar eigentlich auch der Versicherungspflicht der Gesetzlichen Krankenversicherung, sie können sich aber auf Antrag beim Beginn des Studiums beziehungsweise nach Auslaufen der Familienversicherung von dieser Pflicht befreien lassen. Im Anschluß daran können Studenten einen Aufnahmeantrag in eine Private Krankenversicherung stellen, wobei bis zum 30. Lebensjahr vergünstigte Studententarife angeboten werden.

Von diesen grundlegenden Voraussetzungen abgesehen kann eine Private Krankenversicherung einen Bewerber auch ablehnen. Dies kann geschehen, wenn der Versicherung das Risiko dieses Bewerbers als zu hoch erscheint, beispielsweise aufgrund bereits bestehender gravierender Erkrankungen oder eines gefährlichen Berufs.

Modalitäten, Verträge und Vertragsgestaltung bei einer Privaten Krankenversicherung

Bei der Ausgestaltung der Verträge und den Modalitäten von Antrag und Aufnahme sind die Privaten Krankenversicherungen im Rahmen des in der Bundesrepublik geltenden Vertragsrechts sowie spezieller gesetzlicher Regelungen für den Krankenversicherungssektor frei. Hierzu gehören insbesondere die Festlegung der Beitragshöhe und die Entscheidung, ob ein Bewerber tatsächlich in die Versicherung aufgenommen wird oder nicht.

Allerdings muß an dieser Stelle erwähnt werden, daß aufgrund gesetzlicher Regelungen die Freiheit der Versicherungen in den letzten Jahren eingeschränkt wurde. Dies korrespondiert mit der allgemeinen Entwicklung in der Bundesrepublik, die von immer weitergehenden Eingriffen des Staates und immer weiter um sich greifender Regulierung, insbesondere des wirtschaftlichen Lebens charakterisiert ist. Das Versicherungswesen und so auch die Privaten Krankenversicherungen blieben hiervon nicht verschont.

Eine Private Krankenversicherung und Kinder

Eine Private Krankenversicherung unterscheidet sich im Bereich von Familie und Kindern grundsätzlich von der Gesetzlichen Krankenkasse. Während bei letzter im Rahmen der Familienversicherung alle Familienmitglieder automatisch mit dem Versicherten mitversichert sind und Anspruch auf versicherungstechnische Leistungen haben, muß bei einer Privaten Krankenversicherung jedes Familienmitglied eigens versichert werden. Die Höhe des Beitrags für ein Kind bewegt sich ungefähr bei 60 bis 120 Euro.

Hierbei fallen naturgemäß zusätzliche Versicherungsbeiträge an, so daß mit einer zunehmenden Kinderzahl auch die Beiträge ansteigen. Für Familien mit vielen Kindern ist dies eine wenig günstige Aussicht, weshalb Großfamilien unter Privatversicherten zweifellos unterrepräsentiert werden. Die Ursache hierfür ist nicht zuletzt aber auch darin zu suchen, daß Familien mit vielen Kindern in den meisten Fällen nicht die Mindestverdienstgrenze erreichen, die Voraussetzung für die Mitgliedschaft in einer Privaten Krankenversicherung sind.

Wer vertritt die Interessen der Privaten Krankenversicherer in Deutschland?

Die Interessen der Privaten Krankenversicherer vertritt in der Bundesrepublik der Verband der privaten Krankenversicherung e.V., der seinen Sitz in Köln hat und der daneben ein Zweigbüro in Berlin betreibt. Die selbstgestellte Aufgabe des Verbands der privaten Krankenversicherung e.V. ist es, gegenüber Gesellschaft, Politik und Verwaltung die Interesse seiner 46 ordentlichen Mitglieder zu vertreten.

Hierzu beteiligt sich der Verband im Rahmen seiner Möglichkeiten an aktuellen versicherungspolitischen und sozialpolitischen Diskussionen in Medien und Gesellschaft. Besonderes Augenmerk schenkt der Verband der Entwicklung gesetzgebender Maßnahmen und verwaltungstechnischer Vorschrift für den Versicherungssektor, nicht nur durch den deutschen Gesetzgeber, sondern auch durch europäische Regulierunginstanzen.

Für seine Mitglieder wird der Verband der privaten Krankenversicherung e.V. auch beratend tätig. Hierzu gehört insbesondere die Beratung hinsichtlich der Gestaltung der Versicherungstarife und der Einführung beziehungsweise Abschaffung von Tarifen. Im Interesse der Mitglieder führt der Verband auch öffentlichkeitswirksame Kampagnen durch, mit der die Öffentlichkeit auf die wichtige Rolle hingewiesen wurde, die die Private Krankenversicherung innerhalb des deutschen Gesundheitswesens spielt.

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